Trutzburg

Stein am Rhein

Fast 200m hoch über dem Rhein, kurz vor Schaffhausen und bereits in der Schweiz, liegt auf einem Berg die Burg Hohenklingen, die seit dem 13. Jahrhundert schützend ihre Mauern über die Stadt Stein am Rhein hält. Ein kleiner Ausflug zum west­lichen Teil des Bodensees führte mich vorbei an Radolfzell über die Dörfer Moos und Schienen direkt in die Schweiz nach Stein am Rhein. An dieser Stelle verengt sich der Bodensee sehr stark und wird sozusagen zum „normalen“ Rhein Fluss, der etwas später in den Rheinfall mündet.

Obwohl ich schon sehr häufig hier in der Bodenseeregion war, kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich schon einmal bewusst in Stein am Rhein war, deshalb auch der Heurige Ausflug hierher. Stein hat einen wunderschön erhaltenen Altstadtkern. Die Fassaden der Häuser sind in guter Schweizer Tradition bemalt und fast jedes Haus hat an der Frontseite eine kleine Plakette, die die Geschichte und Entstehung des Hauses dokumentiert. So habe ich doch einige Zeit damit verbracht, inklusive dem Genuss des obligatorischen Kaffees, mir die Innenstadt einmal anzuschauen.

Die anfangs genannte Burg Hohenklingen stand als nächstes auf dem Besuchs­programm. Wie schön, dass man direkt mit dem Auto zur Burg gelangen konnte und somit stand dem „beschwerlichen Aufstieg“ nichts im Wege. Eine sehr gut erhaltene Burganlage mit sehr gut renovierten Elementen lädt zur Ent­deckung­sreise ein. Hauptelement des Burgschlosses ist der quadratische Turm mit ca. 10m Kantenlänge, der aus überdimensionalen Findlingen und Bruchsteinen besteht. Bereits um 1250 wurde an dieser Stelle schon eine Wehranlage beschrieben. Von der Burg hat man einen hervorragenden Blick über Stein am Rhein und die letzten Ausläufers des Bodensees.

In der Burg gibt es kleines Museum und überraschenderweise ein schnuckeliges Restaurant, das wie an die Mauer geklebt, sich in halber Höhe des Turmes befindet. Im Museum der Burg wird über die wechselhafte Geschichte der Burg Hohenklingen berichtet, aber auch einige Hinterlassenschaften der ehemaligen Bewohner und deren Besucher der Burg finden sich hier. Darunter findet sich unter anderem ein gut restaurierter Bembel, offenbar ein Fundstück eines Besuchers aus dem Westerwald. Ich fühlte mich sofort heimisch hier oben…

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Datum: Donnerstag, 3. Mai 2012 20:00
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